Wir stellen hier nach und nach die Bewohner im Tierhospiz vor, um Euch die liebevolle Arbeit unserer Moni anschaulicher zu machen 🌈

Die Geschichte

Klein, aber oho! So könnte man Degus recht treffend beschreiben. Es sind putzige, lebhafte, äußert soziale und neugierige Tiere. Sie lieben ihr Sandbad, sich in der wärmenden Sonne zu entspannen und vor allem genießen sie ihre gemeinsamen Kuschelmomente. Immer ist irgendwo etwas los im Gehege – das Nest wird erweitert, Futter muss gebunkert werden, das Laufrad kommt auf Touren und natürlich wird zwischendurch immer mal schnell aneinander geschnuppert und zart geknabbert. Ein funktionierendes soziales Miteinander. Und dann noch ihre Laute – Degus verfügen über ein unglaublich großes Repertoire an verschiedensten Lauten. Vom zarten Fiepen bis hin zu lautem schrillem Geschrei ist alles dabei.

ABER – Degus sind alles andere als pflegeleicht. Sie haben sehr spezielle Ansprüche an Futter, Gehege und Pflege. Innerhalb der Gruppe besteht eine strenge Hierarchie und es sind definitiv keine Tiere zum Schmusen. Sie können zwar handzahm werden, mögen aber keine Streicheleinheiten. Ihr Bewegungsdrang ist enorm, ein zu großes Gehege gibt es gar nicht. Sie brauchen spezielles Degu-Futter, das nur aus bestimmten Zutaten bestehen darf. Degus können Zucker/Kohlenhydrate nicht verstoffwechseln, haben einen sog. „Stopfmagen“ und sind, neben weiteren anatomischen Besonderheiten, äußerst futterneidisch. Die Hackordnung sollte sehr ernst genommen werden. Eine Vergesellschaftung ist häufig blutig und kann unter Umständen mit schweren Verletzungen scheitern.

Seit über 9 Jahren pflege ich Degus. Immer wieder wird unterschätzt, wie aufwändig ihre Haltung ist. So werden sie oft im Tierheim abgegeben, weil sie entweder in der Gruppe aggressiv werden oder manche Besitzer mit ihnen überfordert sind. So kamen auch meine drei zu mir. Obwohl sie aus drei völlig verschiedenen Gruppen stammen, hat die Zusammenführung funktioniert.  Allerdings hätte es auch schief gehen können, denn es sind zwei Alphamännchen dabei – also musste einer nachgeben. Es kann nur einen Chef geben.

Im Moment ist diese kleine Gruppe stabil. Sie sind schon älter, das Fell ändert seine Farbe und der jugendliche Elan geht langsam in eine ruhigere Phase. Das Fell verliert ein bisschen an Glanz und die weichen Konturen werden etwas kantiger – es sind nun Senioren. Aber ihren Charme und ihre Faszination haben sie noch immer. Degus haben spezielle Ansprüche, auch in finanzieller Hinsicht. Doch sie geben so viel Freude und es macht einfach Spaß ihnen in ihrem emsigen Treiben zuzusehen.

Das Alter

unbekannt

Der Einzug

Zwei Degus sind 2020 und der dritte 2025 zu unserer lieben Moni gezogen.

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